Magenballon


Der Magenballon ist ein restriktives Verfahren. Dieses Verfahren wird im St. Bernhard-Hospital im Rahmen eines mehrschrittigen Behandlungskonzeptes zur Operationsvorbereitung eingesetzt.

Bei Patienten, die aufgrund ihrer extremen Adipositas oder Begleitkrankheiten ein zu hohes Operationsrisiko haben, kann als erster Behandlungsschritt eine Magenballon-Implantation zur präoperativen Gewichtsabnahme erfolgen. Es kann eine Gewichtsabnahme von bis zu 20% des Übergewichtes erreicht werden. Nach 6 Monaten wird der Magenballon wieder entfernt, da das Material durch die Magensäure porös werden kann. Durch die Gewichtsreduktion und Besserung der Begleitkrankheiten kann der operative Eingriff im Anschluss unter besseren Bedingungen und mit vermindertem Operationsrisiko durchgeführt werden.

Das Magenballon wird endoskopisch mittels Magenspiegelung eingesetzt. Zunächst erfolgt eine Magenspiegelung zum Ausschluss von Veränderungen des Magens. Anschließend wird der Ballon durch den Mund und die Speiseröhre in den Magen eingesetzt. Der Ballon besteht aus weichem Silikon und wird erst im Magen mit 400 bis 750 ml Flüssigkeit gefüllt.

Der Magen wird durch den Ballon teilweise ausgefüllt. Beim Essen haben die Patienten durch die schnellere Füllung des verbleibenden Magenvolumens ein Gefühl der Sättigung bei kleinen Nahrungsmengen. Wichtig ist die Ernährungsempfehlungen zu befolgen um ein optimalen Ergebnis zu erreichen.

Mögliche Komplikationen der Magenballonimplantation sind Geschwürbildung, Schmerzen, Blutung und Perforation. Bei einem Defekt des Magenballons kommt es durch die Entleerung der Blaulösung zu einer grünen Verfärbung des Urins, der Ballon muss vorzeitig entfernt werden, da ein entleerter Ballon einen Darmverschluss verursachen kann.