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Ausbildung in der Internistischen Abteilung des St. Bernhard-Hospitals

Das Braker Modell

Artikel Marburger Bund Zeitung Jörg Ziegler

Die Redaktion des Marburger Bundes zu Besuch in der Internistischen Abteilung

von Jörg Ziegler
Marburger BZ Nr. 13/19.Sept.2008 S.4


Arbeitsplatz Krankenhaus

Artikel Dr. Bigge

Flache Hierarchien, gute Betreuung,
Konzentration aufs Arztsein

von Dr. Jörg Bigge
Dtsch Arztebl 2008; 105(11): A-597
STATUS


Weiterbildungsbericht

Weiterbildungsbericht 2009

Die klinische Ausbildung im St. Bernhard Hospital kann sich deutschlandweit mit jeder Klinik messen

Die Ergebnisse der Befragung unserer Weiterzubildenden liegen jetzt als Bericht vor. Zusätzlich sind in der Auswertung auch die Ergebnisse auf Länderebene und auf Bundesebene dargestellt, so dass eine Einordnung unseres Ergebnisses auf Landes- bzw. Bundesebene möglich ist.

Ausbildungsphilosophie

von Dr. med. Jörg Bigge

Bundesdeutsche Ärzte leiden an einer jahrzehntelang verfehlten Weiterbildungspolitik, die besonders die praktische Ausbildung des Nachwuchs nahe den Nullpunkt gebracht hat. Heute wird zwar vielerorts das Problem realisiert, dennoch wagen viele Krankenhausabteilungen unter dem Damoklesschwert der DRG-Ökonomie nicht, in den vermeintlichen Luxus der Ausbildung von jungen Ärzten zu investieren.

Wir haben bei der Neuorganisation unserer Abteilung aus den eigenen bitteren Erfahrungen der neunziger Jahre die Konsequenz gezogen und die Ausbildung und Förderungen des ärztlichen Nachwuchses in den Mittelpunkt der Abteilung gestellt. Das hat dazu geführt, dass wir seit einigen Jahren ein sehr stabiles Team junger Ärzte und Ärztinnen haben, die oft über den notwendigen Zeitraum ihrer Ausbildung unserer Abteilung treu sind. Dabei haben wir Chefärzte die Erfahrung gemacht, dass unsere Investitionen in die handwerkliche Ausbildung der jungen Kollegen uns unter dem Strich mehr entlastet als belastet hat.

Neben der Förderung der praktischen Ausbildung haben wir den häufigen auch ökonomisch folgenschweren Fehler beseitigt, Assistenzärzte mit den Patienten allein zu lassen und fachärztlich nur sporadisch zu betreuen. Stattdessen haben wir mit dem Beginn der Patientenaufnahme eine fachärztliche Fallbegleitung eingerichtet, die mit den Assistenzärzten vom ersten Moment an Diagnostik und Therapie unter ständiger Rückkopplung und kritischem Dialog leitet.

Parallel dazu haben wir konsequent alle Ärzte von nichtärztlichen und delegierbaren Arbeiten entlastet.

Diese Maßnahmen haben neben mehr Assistenzarzt- und Patientenzufriedenheit zu einem beispiellosen ökonomischen Erfolg geführt (Liegezeitreduzierung von 9 auf 6 Tage, Fallzahlsteigerung um 30% und Sachkostenreduktion um 30%, Personalkosteneinsparung im sechsstelligen Bereich). Das hat uns inzwischen auch den Rückhalt bei unserer Geschäftsführung eingebracht.

Stand: 04.05.2010nach oben

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