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Erfahrungsbericht von Holger Weigelt

Erfahrungsbericht eines Ehemaligen Arztes aus dem St. Bernhard-Hospital in Brake/Unterweser

Ich kann nur positiv aus meiner Ausbildungszeit im St. Bernhard Hospital in Brake berichten. Wer bewusst mit der Zielsetzung der Ausbildung zum FA für Innere Medizin/Allgemeinmedizin, ja sogar mit dem Ziel des Internisten eine Klinik sucht, die eine schnelle, umfassende Ausbildung gewährleistet, ist dort genau richtig.

Zurückblickend hätte man sich an der Universität eine solche klinische Ausbildung gewünscht. Beginnend unter dem ehemaligen Chefarzt der Medizinischen Klinik Dr. med. Frank Köhler und nun fortgesetzt durch die drei Leitenden Ärzte Dres. Austein , Bigge und Glock ist das Ziel, einen jungen Arzt oder eine Ärztin komplett in alle Bereiche der inneren Medizin einzuführen. Innerhalb eines Monats wird unter extrem sorgfältiger Anleitung allen "Neuen" die Notfallmedizin und die dafür notwendigen Handgriffe beigebracht (Intubation, ZVK, Kardioversion, etc.). In dieser Phase gehören alle Notfälle unter Anleitung den "Neuen". Danach findet dann auch eine Evaluation über das Erlebte statt. Nach einem halben Jahr, dann nach entsprechend absolvierten Kursen, wird mit dem Abdomen Ultraschall unter jederzeit möglicher Superversion begonnen – nach 3 Jahren in der Inneren Abteilung bei mir ca. 1000 Untersuchungen – 400 braucht der Internist für die FA Zulassung! Gleiches gilt ebenfalls für alle anderen technischen Untersuchungen, so habe ich nach meiner Weiterbildung dort nach 3 Jahren selbstständig und unter Anleitung ca. 130 Gastro, 50 Rektos und Kolos, 250 SD-Ultraschalle, ca. 200 Venenduplexe und ca. 200 Duplexsonographische Untersuchungen der extrakraniellen Hirnarterien durchgeführt, LZ-EKG usw. Keine dieser Zahlen ist gemogelt, dies hat den Vorteil, wenn man sich auf eine andere Stelle bewirbt, ist man in vielen Dingen Selbstständig und vor allem sicher. Gleichzeitig kann man am Notarztsystem teilnehmen und betreut in der Regel für 6 Monate die interdisziplinäre Intensivstation als Stationarzt.

Außerdem besteht eine ausgesprochene Kollegialität unter allen Ärzten und nicht der Zwang eigene Schwächen oder Fehler vertuschen zu müssen.

Alles in Allem Empfehlenswert.

Oldenburg, den 22.04.2007
Holger Weigelt

 

aktualisiert am  28.10.2011nach oben

 

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