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Strukturierter Ausbildungsgang in der Internistischen Abteilung

Ziel ist es je nach Ausbildungswunsch der Assistenzärzte alle theoretischen und praktischen Inhalte der Inneren Medizin einschließlich der Intensiv- und Rettungsmedizin, die für den Werdegang zum Internisten oder Allgemeinmediziner relevant sind, zu vermitteln und zwar gemessen an den Erfordernissen, die zur Beherrschung der jeweiligen Verfahren notwendig sind, und nicht an den Minimalanforderungen des Weiterbildungskatalogs.

Zunächst erfolgt die halb- bis einjährige stationäre Einarbeitszeit im Bereich der Medizinischen Klinik I, während der sich die abdominelle Sonographie und alle üblichen Punktionstechniken, wie Thorax- und Abdomenpunktionen, Liquorpunktionen, Sternal- und Beckenkammpunktionen, suprapubische Fistelanlagen, Intubtionen auf Intensivstation etc. angeeignet werden. Wer möchte, kann auch ZVKs legen und in der Anästhesieabteilung intensiviert die Intubation erlernen.

Nach der Einarbeitung wird auf die Intensivstation gewechselt, um dort unter Supervision die Versorgung Schwerkranker zu erlernen. Nach diesem Jahr werden von den Assistenzärzten die endotracheale Intubation, die Kardioversion/Defibrillation, die Anlage arterieller Katheter, zentraler Venenkatheter incl. Sheldondialysekatheter, Thoraxdrainagen und der Umgang mit intravenösen Narkotika beherrscht.

Nun folgt je nach Interesse die jeweils halbjährliche Funktionsarzttätigkeit im Bereich der Endoskopie, der Echokardiographie, Doppler- und Duplexsonographie. Weiter kann nach Interessenlage die Herzschrittmachertherapie erlernt werden. In jedem Fall rotiert jeder Assistent für mindestens ½ Jahr in die Medizinische Klinik II, um einen fundierten Einblick in die onkologische Behandlung von Patienten zu gewinnen. Bei Interesse erhält jeder die Möglichkeit, die Mikroskopie der peripheren Blut- und Knochenmarksausstriche zu erlernen.

Im Funktionsbereich Endoskopie wird zunächst die Gastroskopie erlernt, gefolgt von der Koloskopie. Am Ende des Ausbildungsabschnitts wird die diagnostische Endoskopietechnik incl. Probeentnahme und Anlage von PEG-Sonden beherrscht. Einarbeitung in Blutstillungsverfahren und Polypenabtragung werden im fortgeschrittenen Ausbildungsstand erlernt. In diesem Abschnitt wird ein intensives Selbststudium der theoretischen Grundlagen der Gastroenterologie erwartet, Endoskopieatlanten werden zur Verfügung gestellt.

Im Bereich der Echokardiographie steht bei entsprechendem Ausbildungsstand auch die transösophageale Echokardiographie auf dem Programm.

 

aktualisiert am  28.10.2011nach oben

 

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