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Aus- und Weiterbildung Innere Medizin – das Braker Modell

Perspektiven unserer Stellenplanung:

Wir planen in diesem Jahr unsere Intensivstation um 5 Betten zu erweitern und in überschaubarer Zeit auch weitere stationäre Bettenkapazitäten zu schaffen. Deshalb freuen wir uns über Ihre Initiativbewerbung auch zu einem späteren Zeitpunkt; gerne auch verbunden mit einer Hospitation hier vor Ort.

Dr. Jörg Bigge, Chefarzt der medizinischen Klinik I

Weiterbildungsphilosophie Innere Medizin – das Braker Modell

Bundesdeutsche Ärzte leiden an einer jahrzehntelang verfehlten Weiterbildungspolitik, die besonders die praktische Ausbildung des Nachwuchs nahe den Nullpunkt gebracht hat. Heute wird zwar vielerorts das Problem realisiert, dennoch wagen viele Krankenhausabteilungen unter dem Damoklesschwert der DRG-Ökonomie nicht, in den vermeintlichen Luxus der Ausbildung von jungen Ärzten zu investieren.

Wir haben bei der Neuorganisation unserer Abteilung aus den eigenen bitteren Erfahrungen der neunziger Jahre die Konsequenz gezogen und die Ausbildung und Förderungen des ärztlichen Nachwuchses in den Mittelpunkt der Abteilung gestellt. Das hat dazu geführt, dass wir seit einigen Jahren ein sehr stabiles Team junger Ärzte und Ärztinnen haben, die oft über den notwendigen Zeitraum ihrer Ausbildung unserer Abteilung treu sind. Dabei haben wir Chefärzte die Erfahrung gemacht, dass unsere Investitionen in die handwerkliche Ausbildung der jungen Kollegen uns unter dem Strich mehr entlastet als belastet hat.

Neben der Förderung der praktischen Ausbildung haben wir den häufigen auch ökonomisch folgenschweren Fehler beseitigt, Assistenzärzte mit den Patienten allein zu lassen und fachärztlich nur sporadisch zu betreuen. Stattdessen haben wir mit dem Beginn der Patientenaufnahme eine fachärztliche Fallbegleitung eingerichtet, die mit den Assistenzärzten vom ersten Moment an Diagnostik und Therapie unter ständiger Rückkopplung und kritischem Dialog leitet.

Parallel dazu haben wir konsequent alle Ärzte von nichtärztlichen und delegierbaren Arbeiten entlastet.

Diese Maßnahmen haben neben mehr Assistenzarzt- und Patientenzufriedenheit zu einem beispiellosen ökonomischen Erfolg geführt (Liegezeitreduzierung von 9 auf 6 Tage, Fallzahlsteigerung um 30% und Sachkostenreduktion um 30%, Personalkosteneinsparung im sechsstelligen Bereich). Das hat uns inzwischen auch den Rückhalt bei unserer Geschäftsführung eingebracht.

Dr. Jörg Bigge, Chefarzt der Medizinischen Klinik I

 

aktualisiert am  12.09.2011nach oben

 

Patienten-Direkteinstieg

Braker-Modell-Direkteinstieg

Radio

NordWestRadio | 8:46 min, 8,2 MB

Weiterbildungsbericht

Die klinische Ausbildung im St. Bernhard Hospital kann sich deutschlandweit mit jeder Klinik messen.

Die Ergebnisse der Befragung unserer Weiterzubildenden liegen jetzt als Bericht vor. Zusätzlich sind in der Auswertung auch die Ergebnisse auf Länderebene und auf Bundesebene dargestellt, so dass eine Einordnung unseres Ergebnisses auf Landes- bzw. Bundesebene möglich ist.

Weiterbildungsbericht 09 [PDF 239 KB]
 

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